Hafen von EssaouiraGegen Mittag machten wir uns auf den Weg nach Essaouira, eine Stadt mit deren Namen ich heute noch Probleme habe. Auf dem Weg dahin schaute ich unentwegt aus dem Fenster mit der Hoffnung einen „Baum voller Ziegen“ zu sehen. Tja… wär ja schön wenn ich einen gesehen hätte, aber leider gabs zwar viele Bäume zu sehen und auch einige Ziegen, aber leider nicht zusammen.
Dank Nebensaison haben wir ein echt schnickes Zimmer für einen Spottpreis bekommen. Die Altstadt von Essaouira, die Median (Unesco!), begeisterte total. Viele Gebäude waren weiß angestrichen mit blauen Fensterläden, überall schmale Gassen mit Händlern , kleine Teestuben, die ihren Minztee anpriesen und am Hafen eine alte Festungsmauer die vor Seeräubern schützen sollte un dies bestimmt auch vor langer Zeit tat. Dazu waren hier wesentlich weniger Touristen als in Marrakesh. Hier fühlt man sich einfach wohl! Abends schauten wir den Sonnenuntergang auf dem Bollwerk an und tagsüber liefen wir den langen Strand entlang, durch einen Fluss bis zu einer, vom Sand bedeckten alten Festungsruine. Hätten wir mehr Zeit, wären wir sicher noch einige Tage länger geblieben, ein wunderbarer Ort zum versacken. Aber leider mussten wir wieder zurück nach Agadir. Mit viel Glück und gutem Zureden konnten wir Abends sogar schon mit einem Bus früher fahren, als wir gebucht hatten. Dadurch wurde die extrem kurvige Fahrt aber leider nicht besser.

Skurril: Trotz allem verpassten wir in Agadir den letzten Bus zum Hotel. Ein Taxifahrer, dessen betrunkener Kumpel ihn auf dem Beifahrersitz begleitete, fuhr uns dann ins Hotel. Ich hatte eine sehr niedrigen Preis vorgeschlagen, damit noch genug Spielraum zum Handeln war, die beiden akzeptierten den Preis sofort. Brachten uns direkt ins Hotel und bedanken sich so mega sehr, als ich ihnen noch Trinkgeld gab, dass sie uns garnicht mehr loslassen wollten… (im positiven Sinne 😉 )