Tag 1+2:

Nachdem ich schon durch Australien mit einem VW T4 Bus gereist bin, hätte ich auch hier in Deutschland am liebsten wieder einen. Die Freiheit und Unabhängigkeit einfach mal in den Ferien loszufahren. Oder auch das feste Dach bei Festivals. Ach das wäre schon etwas *schwärm*. Auch Franzi hab ich mittlerweile mit dem Busfieber angesteckt. Um sie gänzlich davon zu überzeugen, wie genial so ein Bus doch ist hatte ich ihr einen Roadtrip mit einem T4 vorgeschlagen. Doch wie macht man einen Roadtrip mit einem Bus ohne einen Bus zu besitzen? Ganz einfach mit Campersharing. Schon länger folge ich dem Unternehmen PaulsCamper bei Facebook, welches Camper von Privatpersonen vermittelt. Auf der Seite kann man sich einfach in seiner Stadt einen Camper raussuchen und buchen. Innerhalb kürzester Zeit bekommt man eine Antwort und macht dann die Details wie geplante Kilometer und Übergabe aus. Geplant, gebucht.
An unserem ersten Tag trafen wir uns mit dem Vermieter welcher am Alex(anderplatz) wohnte. Nach einer kurzen Einweisung und der Übergabe der Kaution (750€!!!) gings auch schon los Richtung Flensburg. Unser Plan war: Die letzten schönen Tage in Dänemark zu genießen. Losfahren, dort bleiben wo wir wollten, dort schlafen wo es uns gefällt, Natur pur, der Bus und wir und natürlich Franzi davon überzeugen, das so ein Bus eine gute Investition ist.
Am ersten Tag kamen wir nur zu einem Parkplatz direkt am Strand bei Eckernförde. Doch am nächsten Morgen ging es nach einem wundervollen Sonnenaufgang, Kuchen und frischem Tee Richtung „Grenze“, das erste Dörfchen Møgeltønder, war typisch dänisch und absolut hygee (was in dänisch so viel bedeutet wie ein Gefühl von Behaglichkeit). Pflastersteine und Reeddächer wo das Auge hin sah, dazu süß angelegte Gärten. Rausgeputzte Oldtimer und Fenster die Einblick in die dänische Gemütlichkeit schufen. Man hatte fast schon den Eindruck, das jedes Wohnzimmer wie ein kleines Museum eingerichtet war, um den vereinzelten Touristen zu zeigen, wie stilvoll Dänemark ist.
Weiter ging es nach Rømø, eigentlich eine ziemlich touristische Insel, doch da wir in der Off-Season unterwegs waren, merkte man davon nicht viel. Das tolle an Rømø ist, dass man mit seinen Camper über den breiten Strand bis zum Meer fahren kann. Es ist ein absolutes Highlight, in seinem Auto zu liegen, den Wellen zu lauschen und die Möwen zu beobachten wie sie über das Watt (Unesco) fliegen und dabei Mittagsschlaf zu machen. Später wanderten wir noch durch die Dünen bis sie sich durch das Licht der untergehenden Sonne rot färbten. Zurück ging es über eine Straße auf einen Damm zum Festland wo wir auf einem Campingplatz übernachteten…

Tag 3:

Am nächsten Morgen ging es Richtung Esbjerg an den Sædding- Strand, leider war das Wetter absolut trist und wir beschlossen nach einem kurzen Spaziergang weiter Richtung Norden zu fahren. Am Vejers Strand hielten wir, die Landschaft war märchenhaft und verspielt, übersät von Hügel und Dünen, bewachsen voller Gräser, Rosen und Ginster. Wir hatten Glück und für kurze Zeit konnten wir die Sonne am Strand genießen bevor wir unsere Mägen in einem Cafe am Strand vollschlugen. In der Abenddämmerung machten wir uns auf die Suche nach dem passenden Stellplatz, dabei beobachteten wir die Brunft der Rothirsche, was für ein Spektakel. Genächtigt wurde mitten im Wald. Es war zwar etwas gruselig aber wir habens ja überlebt. 😉

Tag 4:

Der letzte Stopp an der Nordseeküste führte uns an den Henne Strand. Dort verbrachten wir den Vormittag damit, durch die Dünen zu laufen um die Weite und Stille zu genießen. Gegen Mittag ging es weiter Richtung Nord-Osten, unser eigentliches Ziel war Silkeborg, eine ziemlich moderne Großstadt, starker Kontrast zu den letzten idyllischen Orten in den vergangenen Tagen. Da Großstädte allerdings nicht so wirklich was für uns sind haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen doch noch weiter Richtung Osten zu fahren um am nächsten Tag eine kleine Wanderung zu bestreiten, wir fanden einen tollen und ruhigen Stellplatz im Wald direkt an den Mols. Zuerst dachten wir es gibt vielleicht Probleme dort zu übernachten aber Abends kamen die Anwohner mit ihren Hunden vorbei und grüßten nur freundlich. 🙂

Tag 5:

Bus in den MolsDer Mols-Bergjet, war ein ruhiges, hügeliges Gebiet das durch seine Wander-Routen besticht, welche durch Schaf-, Pferde- und Kuh-Koppeln führten. Es war zwar leider ziemlich bewölkt und windig, aber die wundervolle Landschaft sowie die Pferde machten dieses wett. Wir genossen die Ruhe, die Einsamkeit sowie die Landschaft, die übersät war mit Erika und Pilzen in jedglichen Formen, Farben und Größen.
Für Abends war es der Plan auf einem schönen Campingplatz in der Nähe von Venjle, in Mittel-Dänemark, zu schlafen, doch nun bemerkten wir die „Schattenseiten“ der Off-Season, denn alle Campingplätze in der Umgebung waren bereits geschlossen. Somit fuhren wir ein ganzes Stück weiter in den Süden und fanden wieder direkt am Meer einen schönen, ruhigen Schlafplatz.

Tag 6:

Da wir uns an der Nordseeküste wohler fühlten, entschieden wir die letzten Tage nochmals nach Rømø zu fahren um am Meer und in den Dünen zu entspannen. Auf dem Weg dort hin, machten wir Halt in Christiansfeld, eine Planstadt, welche durch sein außergewöhnlich gut erhaltenes, geschlossenes Stadtbild besticht, 2015 wurde Christiansfeld zu den UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Danach fuhren wir quer durch Dänemark zurück nach Rømø und ließen die letzten Tage gemütlich am Meer ausklingen.


Kurz nachdem wir das Video von unserem Roadtrip online gestellt hatte, hat uns PaulCamper
angeschrieben. Ihnen gefällt das Video extrem gut und ob wir vielleicht davon ein
kurzes Imagevideo machen könnte. Das kam dabei raus:

Mit Mr. Bulli nach Dänemark

Manchmal muss man einfach weg. Egal wohin, Hauptsache ans Meer.
Mache es wie Carlo von Around the World – Blog. Er ist mit Mr. Bulli von PaulCamper nach Dänemark ans Meer gefahren. 🚌 🌊 🌍
Hast du auch Meerweh bekommen? Dann miete dir einen Camper: https://paul.camp/er_reise-ans-meer

Posted by PaulCamper on Dienstag, 9. Januar 2018


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