indisches EssenBevor wir uns von Indien verabschieden und uns in das Abenteuer Kreuzfahrt stürzen, wollten wir noch unbedingt einen Kochkurs machen. Wir fragten schon in Nepal vor unserer Manaslu-Runde einige Kochschulen und Privatanbieter an, jedoch rieselte es nur Absagen oder es kamen garnicht erst eine Antworten zurück. Doch nach unseren „Runde“ hatten wir nochmal zwei Privatanbieter kontaktiert und tatsächlich, Monica von „with locals“ schrieb dass Sie uns gerne in die indische Kochkunst einweihen würde und wir verabredeten uns in Mumbai.
Als wir bei Monica und ihrem Mann ankamen erfuhren wir nach und nach was wir für ein Glück mit unserer Köchin hatten, denn Monica sprach nicht nur perfektes Englisch, sie ist sogar gelernte Köchin und führt ihr eigenes Restaurant. Wir hatten zuvor besprochen was wir kochen wollen, nämlich alle unsere Lieblings-Gerichte: Alu Ghobi, Palak Paneer, Butter Panneer, Alu Paratha, Samosas, Pickles.
Bis auf die vorgegarten Kartoffeln, bereiteten wir alles von Anfang an selber zu. Wir schneideten nach und nach die Zutaten klein, vermengten alles zu Teig oder Currys, zu jeder Zutat hatte Monica eine kleine Geschichte parat und lies uns somit richtig am indischen Großfamilien-Alltag teilhaben. Besonders die Geschichte über das Papad war faszinierend: Es kommen dabei alle Frauen aus der ganzen Familie zusammen und backen einen ganzen Tag lang das Papad für das kommende halbe Jahr.
Nach und nach erfüllte sich die Küche mit unterschiedlichen Gerüchen. Wir fritierten die Samosas und machten einen leckeren Joghurt-Dip sowie eine typisch indische Masala dazu. Alu Paratha mit frischem Koriander, das Rot in den meisten Currys stammt aus Kashmir und nur diese darf für das Grundrezept verwendet werden. Wir verarbeiteten Knoblauch, Koriander, Tomaten und Chillis in Massen, je nach Region schmecken die Gerichte etwas unterschiedlich durch die verschiedenen Masalas. Nach jedem fertigen Gericht, aßen wir und tauchten noch tiefer in Indien und deren Traditionen ein.
Es war toll, jedoch auch richtig anstrengend, da wir gerade erst aus dem kalten Nepal kamen machte uns das heiße Wetter in Mumbai doch zu schaffen, denn in der kleine Küche war es richtig warm geworden dazu noch die Hitze von draußen. Eigentlich waren 4 Stunden für den Kurs veranschlagt, daraus wurden dann 6 Stunden und wir kamen etwas ins Straucheln, da wir bis 20 Uhr auf dem Schiff einchecken mussten. Monica wohnte zum Glück nur 2km von unserem Hotel. Mit einem von Monicas Mann gerufenen TukTuk waren wir ruckzuck am Hotel. Allerdings fand sich kein Taxi für die Weiterfahrt. Das Hotel versucht mit jeder Taxi-App die es in Indien gab eins zu rufen. Doch keins kam. Und die Zeit rannte uns langsam davon. Also rannten wir los auf der Suche nach einem Taxi. Es musste zwingend ein Taxi sein, weil TukTuks dürfen in Mumbai nicht in die Innenstadt fahren. Unser Hotel lag aber ausserhalb von Mumbai, unweit des Flughafens. Irgendwann fanden wir einen TukTuk-Fahrer, der uns für eine stattliche Summe bis an die Grenze der Innenstadt fuhr, wo auch normale Taxis warten. Dabei schauten wir minütlich auf unsere Uhr. Sehr viel Zeit war nicht mehr. Jetzt noch ein Stau und wir könnten erst am nächsten Tag einchecken. Doch es reichte, wenn auch sehr knapp. Wir kamen völlig abgehetzt und erschöpft am Hafen an, für das obligatorische Wilkommens-Foto auf dem Schiff waren wir natürlich hinten und vorne mit unseren Rucksäcken bepackt und sahen aus als wären wir gerade damit 5 km gerannt. 🙂


Habt ihr nun auch Lust eure Lieblingsgerichte einmal selbst zu kochen oder euren Indienurlaub mit einem Kochkurs zu beenden? Dann schreibt Monica (monica_dandwani2002@yahoo.com) einfach eine Email. Ihr werdet herzlichst bei ihr Zuhause empfangen und sie ist für alle Gerichte und Ideen offen.